Mittwoch, 4. Juni 2014

Seite 11: Vorwort – vierter Abschnitt

Da sitze ich jetzt, und lese den Satz:

„bereitet die Erkennung des typischen symptomatischen Clusters den weiterbehandelnden Ärzten meist keine Schwierigkeiten“.

Was soll das genau heissen?

Ich verstehe das so, hmm, nein, ich kann es nicht in meine Worte fassen. Oder doch? Mal versuchen – nein, klappt einfach nicht.

Es ist sicher einfacher, wenn der Doktor ein Kind vor sich sitzen hat, welches er analysieren kann. Der Vorteil hier ist sicher, dass die Entwicklungsstörung bei einem Kind noch einigermassen rein und unverfälscht ist und somit einfacher erkannt werden kann.
Ein Erwachsener hat, um mit der Störung zu leben, im Verlauf der Zeit und seines Lebens Methoden entwickelt, damit die Störung so wenig Probleme wie möglich bereitet. So verwässert das Ganze mit der Zeit und kann sich mit anderen Problemen vermischen, die sich auf Grund der Störung zusätzlich entwickeln können. Sei dies nun eine Angststörung, seien es Depressionen und was sonst auch immer.

Ich könnte jetzt folgendes Gedankenspiel machen: was wäre gewesen, wenn Asperger-Autismus bereits im Kindesalter festgestellt worden wäre? Wie wäre mein Leben dann verlaufen? Was hätte ich anders gemacht? Was hätte ich so sein lassen?

Aber, ich lasse das jetzt? Es ist müssig, sich darüber Gedanken zu machen, über etwas, das nie so war und auch nicht so sein wird, es sei denn, Marty McFly kommt mich besuchen und wir gehen ein wenig zurück in der Zeit, um auf mein jüngeres ich zu treffen und mit ihm, oder dem jüngeren Ich ein kleines Gespräch zu halten.
Da ich aber davon ausgehe, dass ich diesen Besuch nie erhalten werde, lasse ich dieses Gedankenspiel ganz unter den Tisch fallen.


Obwohl, das würde ein gutes Buch abgeben: eine kleine Science-Fiction-Geschichte, oder ich könnte das Ganze in einer anderen Realität spielen lassen.

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