Da sitze ich jetzt, und lese den Satz:
„bereitet die Erkennung des typischen symptomatischen
Clusters den weiterbehandelnden Ärzten meist keine Schwierigkeiten“.
Was soll das genau heissen?
Ich verstehe das so, hmm, nein, ich kann es nicht in meine
Worte fassen. Oder doch? Mal versuchen – nein, klappt einfach nicht.
Es ist sicher einfacher, wenn der Doktor ein Kind vor sich
sitzen hat, welches er analysieren kann. Der Vorteil hier ist sicher, dass die
Entwicklungsstörung bei einem Kind noch einigermassen rein und unverfälscht ist
und somit einfacher erkannt werden kann.
Ein Erwachsener hat, um mit der Störung zu leben, im Verlauf
der Zeit und seines Lebens Methoden entwickelt, damit die Störung so wenig
Probleme wie möglich bereitet. So verwässert das Ganze mit der Zeit und kann
sich mit anderen Problemen vermischen, die sich auf Grund der Störung
zusätzlich entwickeln können. Sei dies nun eine Angststörung, seien es
Depressionen und was sonst auch immer.
Ich könnte jetzt folgendes Gedankenspiel machen: was wäre
gewesen, wenn Asperger-Autismus bereits im Kindesalter festgestellt worden
wäre? Wie wäre mein Leben dann verlaufen? Was hätte ich anders gemacht? Was
hätte ich so sein lassen?
Aber, ich lasse das jetzt? Es ist müssig, sich darüber
Gedanken zu machen, über etwas, das nie so war und auch nicht so sein wird, es
sei denn, Marty McFly kommt mich besuchen und wir gehen ein wenig zurück in der
Zeit, um auf mein jüngeres ich zu treffen und mit ihm, oder dem jüngeren Ich
ein kleines Gespräch zu halten.
Da ich aber davon ausgehe, dass ich diesen Besuch nie
erhalten werde, lasse ich dieses Gedankenspiel ganz unter den Tisch fallen.
Obwohl, das würde ein gutes Buch abgeben: eine kleine
Science-Fiction-Geschichte, oder ich könnte das Ganze in einer anderen Realität
spielen lassen.
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