Donnerstag, 5. Juni 2014

Seite 12: Vorwort – achter Abschnitt – Teil 01

Ah, so was aber auch:

„Wir haben uns aus verschiedenen Gründen gegen dieses Manual entschieden:“

Was ist dieser fundamentale Unterschied zwischen sozialer Interaktion, wie Mimik, Gestik, Körperhaltung und Prosodie?

„Prosodie ist die Gesamtheit derjenigen lautlichen Eigenschaften der Sprache, die nicht an den Laut bzw. ans Phonem als minimales Segment, sondern an umfassendere lautliche Einheiten gebunden sind. Dazu zählen folgende Eigenschaften:

2.   der auf Wortsilben ruhende lexikalische Ton
3.   Intonation (von Einheiten von mehr als Silbenumfang) und Satzmelodie
4.   Quantität aller lautlichen Einheiten, vor allem derjenigen von mehr als Segmentumfang
5.   Tempo, Rhythmus und Pausen beim Sprechen.

Unterschiedliche Teile dieses Gegenstandsbereichs werden durch die umgangssprachlichen Ausdrücke Betonung und Tonfall bezeichnet, die allerdings keine Termini sind.

Wie viele Termini dieser Art bezeichnet  Prosodie  sowohl einen Ausschnitt des Objektbereichs — also die genannten sprachlichen Eigenschaften — als auch eine Subdisziplin einer wissenschaftlichen Disziplin — in diesem Falle der Phonologie und der Phonetik. Entsprechend ist Prosodie Gegenstand sowohl der Linguistik als auch der Phonetik.“

Ich muss gestehen, das mit der Prosodie verstehe ich auch nach dem Lesen dieses Textes noch nicht ganz. Ich denke, hier könnte ich ein wenig Hilfe in Sachen „What the Henker ist Prosodie?“

Ein Phonem (selten: Fonem) (von altgriechisch φωνή, phōnḗ, „Laut, Ton, Stimme, Sprache“) ist die abstrakte Klasse[1] aller Laute (Phone), die in einer gesprochenen Sprachedie gleiche bedeutungsunterscheidende (distinktive) Funktion haben.
·         Beispiel: Das vordere, gerollte und das hintere, nicht oder jedenfalls weniger deutlich gerollte r sind zwei unterschiedliche Phone (Laute), die im Deutschen aber keinen Bedeutungsunterschied zwischen Wörtern ausmachen und daher nur Varianten (Allophone) des einen Phonems /r/ sind. Konkret: Manche Personen sprechen den ersten Laut des Farbworts „rot“ mit dem deutlich gerollten (vorderen, alveolaren), andere mit dem nicht oder jedenfalls weniger deutlich gerollten (hinteren, uvularen) r aus; jeder Hörer versteht darunter das gleiche Wort „rot“, da die beiden lautlich verschiedenen Wörter das gleiche bedeuten, der Wechsel vom einen zum anderen Laut r also keinen Bedeutungsunterschied bewirkt. Anders ist es, wenn man statt eines der möglichen r-Laute den Laut t verwendet: man erhält statt des Wortes „rot“ das Wort „tot“ mit ganz anderer Bedeutung. Mit „Bedeutung“ ist hier die Bedeutung gemeint, die die Sprecher oder Hörer des Deutschen mit den Wörtern „rot“ und „tot“ verbinden. Die beiden r-Laute gehören zu ein und demselben Phonem /r/, der genannte t-Laut zu einem anderen Phonem, nämlich /t/.

Das Phonem kann somit als die kleinste bedeutungsunterscheidende akustische Einheit (auch: Segment) des Lautsystems einer Sprache definiert werden. Demgegenüber steht das Graphem für die kleinsten bedeutungsunterscheidenden graphischen Einheiten des (eines) Schriftsystems einer Sprache.

Die Phoneme sind Untersuchungsgegenstand der Phonologie oder Phonemik, während die Phonetik die Phone gleichsam sprachunabhängig untersucht.

Ach ja, ein Phonem .. Uff .. schon wieder so ein Ausdruck, der mir auch nach dem Lesen nicht wirklich viel sagt.



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