Da ist es wieder, dieses tolle Wort (basal). Was für ein
Wort.
Warum habe ich dieses Wort eigentlich vorher nie wirklich
gehört. Könnte wohl daran liegen, dass es wie nasal tönt und zu
Missverständnissen führen könnte, aber, lassen wir das. Es hat ja noch mehr
Text, über den ich herfallen könnte.
Sehr gut, jetzt erfahre ich auch noch, dass es nicht genügt,
zu wissen, wie das mit dem Blickkontakt, der Mimik, Gestik und so weiter
funktioniert, um in Sachen soziale Interaktion erfolgreich zu sein.
Nein, da gibt es ja noch das eine oder andere mehr, das mir
bekannt sein sollte.
Es gibt komplexe, sagen wir kompliziertere, Fähigkeiten, die
auf den vorher genannten aufbauen: ein aktives (soll wohl heissen, immer aktuelles)
Wissen darüber, wie man Gespräche mit unterschiedlichem Inhalt anfängt,
weiterführt und schlussendlich auch beendet.
Da fängt schon eine kleinere Unwegsamkeit an: es gibt so
viele Themen, Dinge, Sachen, die mich keinen Deut wirklich interessieren. Dann
wäre noch meine Vorliebe, ab und zu extreme Meinungen zu vertreten, nur um zu
sehen, wie meine Mitmenschen darauf reagieren: oft ist die Reaktion so, dass
sich jeder sehr ereifert seine Meinung zu vertreten und schlussendlich
„vergessen“ sie sogar, dass ich ja auch noch da bin. Das ist für mich von dem
her gut, dass ich nicht mehr mitreden muss, sondern mich ein paar Schritte
zurückziehen kann und meinen Mitmenschen die Bühne überlassen kann.
Perspektivenwechsel? Schon wieder so ein Wort ..
Warum werden
diese Worte nicht gleich im Buch erklärt. Ich kann mir gut vorstellen, dass
auch die Studierten unter meinen Mitmenschen nicht gleich jedes dieser Worte
richtig übersetzen.
Eigentlich sollte ein Autor, wenn er solche Worte benutzt,
eine Erklärung anbringen, was genau er damit meint, oder gleich eine einfache
Schreibweise wählen.
Ach, das ist interessant. Wenn ich das Wort auf Wikipedia
suche, werde ich gleich zu Empathie umgeleitet. Sie einmal an, dann könnte ja,
wenn ich das ganz richtig verstehe, der Perspektivenwechsel ein Synonym für
Empathie sein.
Vorerst verstehe ich unter diesem Wechsel, dass man etwas
aus der Sicht eines Mitmenschen sehen kann und sollte, um ihn oder sie besser
zu verstehen und somit auch besser auf ihn oder sie eingehen zu können.
Ja, hört sich für meine Ohren eigentlich schon recht
vernünftig an. Stellt sich nur noch die Frage: habe ich es wirklich richtig
verstanden. Dann wäre ich ja schon wieder einen kleinen Schritt weiter.
Wichtig soll also auch die Flexibilität während einer
Interaktion sein. Ah, das erklärt vieles, sehr vieles ….
Eigentlich fast 90% meines Lebens sind damit erklärt und
einer Lösung nahe.
Wenn ich zurückblicke in meinem Leben, dann ist es eine
Tatsache, dass ich nicht sehr flexibel bin.
Ich bin ein Gewohnheitstier. Sogar ein Gewohnheitstier hoch
zwei oder vier.
Es ist mir noch nie einfach gefallen, Änderungen zu
akzeptieren. Nehmen wir nur einmal die Schule. Hatte ich mich einmal an den
Stundenplan gewöhnt, daran, welches Fach in welchem Stockwerk und in welchem
Zimmer stattfindet, war das Schuljahr zu Ende und es gab einen neuen
Stundenplan. Damit hat alles wieder von vorne angefangen: ich mich daran
gewöhnen, dass sich alles, oder auch nur einiges geändert hatte. Musste für das
eine oder andere Fach das neue Schulzimmer finden und ab und zu musste ich mich
dann auch noch an einen neuen Lehrer oder eine Lehrerin gewöhnen.
Alles Arbeit, die ich zu verrichten hatte, bevor ich mich
dann auf das Fach selber habe konzentrieren können. Nicht immer ganz einfach.
Vor allem war es hart, wenn ich Freude an einem Fach hatte, aber dann zu einem
Lehrer gekommen bin, der mir den Unterrichtsstoff nicht so erklären konnte,
dass ich ihn auch verstanden hätte. Das war auf jeden Fall nicht die Schuld des
Lehrers. Er konnte ja nicht wissen, wie er es hätte erklären sollen und ich
konnte es nicht formulieren, wie es mir hätte erklärt werden müssen, dass ich
etwas hätte damit anfangen können.
Eine echt miese Pattsituation.
Themenwechsel, während eines Gesprächs?? Das ist auch so
eine Sache. Ab und zu bekomme ich es sogar mit, nur, ich kann auch im Kopf erst
wechseln, wenn ich gesagt habe, was ich sagen will. Sicher, inzwischen kann ich
auch im Kopf wechseln, aber, immer noch habe ich den leichten Zwang, wenigstens
den Satz zu beenden, den ich angefangen habe. Doch, wenn ich daran bin, den
Satz zu beenden, fange ich gleich noch den nächsten, übernächsten und so weiter
an und versuche, wieder auf mein Thema zurückzukommen. Allerdings, das gelingt
mir nicht immer. Inzwischen habe ich auch gelernt, bis zu einem gewissen Grad
auf jeden Fall, zu bemerken, wann die Leute sich ob dem langweilen, was ich so
von mir gebe. Trotzdem fällt es mir recht schwer, von meinem Thema abzukommen.
Nervös werde ich vor allem dann, wenn Themen zur Sprache
kommen, für die ich mich einfach nicht erwärmen kann. Das ist für mich dann der
Augenblick, wo ich mich langsam aber sicher zurückziehe und versuche bei einer
anderen Gruppe Anschluss zu finden, aber nur dann, wenn über etwas gesprochen
wird, dass mich interessiert und über das ich auch ein gewisses Wissen verfüge.
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